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Etikette für Läufer - So benehmen sich Sportler richtig

Etikette für Läufer - So benehmen sich Sportler richtig

Es gibt Läufer, die rotzen unaufhörlich in die Landschaft, schneiden anderen Joggern bei waghalsigen Überholmanövern den Weg ab, laufen über rote Ampeln und tragen ihre Arroganz stolz vor sich hier. Dabei sollten auch und gerade Läufer sich an ein Mindestmaß an Etikette halten. Vor allem, wenn sie in der Gruppe trainieren oder gar an einem Wettbewerb teilnehmen. Wir verraten Ihnen, worauf es zu achten gilt.


Sei gegrüßt

Es ist ein fast schon selbstverständliches Phänomen: Menschen, die gerade das Gleiche tun, grüßen sich selbst dann, wenn sie sich nicht kennen oder im Alltag grußlos durch die Straßen hetzen. Ganz intuitiv fühlen sich Spaziergänger mit anderen Spaziergängern verbunden, Wanderer mit Wanderern und Läufer natürlich mit Läufern. In den meisten Fällen zumindest.

Das Mindeste, was man tun sollte, ist einen erhaltenen Gruß zu erwidern. Wer zuerst grüßt, ist eigentlich unerheblich. Wer hierfür nach einer Regel sucht, sollte sich an alte Benimmregeln halten: Jüngere grüßen Ältere, Männer die Frauen, Mitarbeiter ihre Vorgesetzten.

Beim Laufen freilich grüßt man sich eher knapp als ausladend. Ein knackiges "Hallo" genügt selbst, wenn einem der Bürgermeister entgegenläuft. Wer mit der Kondition zu kämpfen hat, kann natürlich auch nur deutlich nicken oder die Hand heben. Den Gegenüber nach dem Gruß in Smalltalk zu verwickeln gilt als unhöflich. Schließlich will dieser in der Regel sein Tempo beibehalten und sein Trainingsziel nicht aus den Augen verlieren.

Grundsätzlich gilt: Je weniger Menschen um einen herum, desto eher wird gegrüßt. Wer durch die Innenstadt joggt, muss natürlich nicht jeden Passanten begrüßen. Hier geht es ohnehin anonymer zu. Auf einsamen Waldwegen hingegen grüßen sich in der Regel alle Menschen untereinander, egal ob der eine gemütlich spaziert und der andere stramm joggt.


Laufkleidung

Wie man sich fürs Laufen kleidet ist im Grunde jedem selbst überlassen. Vor allem draußen, erst recht in Felder und Wäldern, gibt es keine Kleidervorschrift. Schon etwas mehr Gedanken sollte man sich beim Training im Fitnessstudio machen. Aber egal ob drinnen oder draußen: Niemand sollte seine Mitmenschen mit müffelnder Sportkleidung belästigen. Nach dem Training gehört diese in die Waschmaschine. Auch Schweißränder oder Flecken sind nicht besonders schön anzusehen und werfen ein schmuddeliges Bild auf den Träger oder gar die ganze Laufgruppe.


Verkehrsregeln

Wer nicht nur da läuft, wo einem allenfalls Rehe und Wildschweine über den Weg laufen, der hat sich wie alle anderen Verkehrsteilnehmer auch an die Straßenverkehrsordnung zu halten. Das beginnt bereits damit, keine roten Ampeln zu queren, auch wenn man als Läufer schneller sein mag als der typische Fußgänger, der auch noch schnell über die Straße huschen will. Vor allem wenn Kindern zugegen sind, geben offensichtlich farbenblinde Läufer kein gutes Vorbild ab.

Wird auf dem Gehweg gejoggt, so sollte man Rücksicht auf alle anderen Menschen nehmen, die diesen ebenfalls nutzen. Läufer sind dabei in der Pflicht den langsameren Gehwegbenutzern auszuweichen, auch wenn das mitunter einem Spießroutenlauf gleichkommt. Besondere Rücksicht muss Kindern, Senioren und Mamas oder Papas mit Kinderwagen geschenkt werden.

Im Zweifel sollte auch der sportlichste Läufer schon aus Eigeninteresse nachgeben. Je höher das Tempo, desto eher passieren Verkehrsunfälle. Als ungeschützter Jogger ist man dabei immer deutlich schlechter dran als ein Auto- oder LKW-Fahrer. Vor allem über das Risiko des toten Winkels sollte man sich bewusst sein.


Laufen in der Gruppe

Wer sich zum Laufen in der Gruppe zusammenschließt, für den gelten ganz besondere Benimmregeln. Immerhin läuft man ja nicht umsonst zusammen. Besteht die Gruppe aus nur zwei Personen, dann sollte man nebeneinander herlaufen. Das heißt, der Schnellere passt sein Tempo dem Langsameren an. Auch eine größere Gruppe sollte stets darauf achten, zusammenzubleiben. Auch hier müssen sich also die Schnelleren und Fitteren den weniger trainierten anpassen. Nichts ist nerviger, als ein übermotiviertes Gruppenmitglied, das ständig kilometerweit vorläuft. Noch schlimmer aber ist es, vor- und zurück zu laufen, die langsameren Jogger zu umkreisen und ihnen so ständig zu verstehen zu geben, dass sie langsamer sind und man eigentlich schneller laufen möchte.

Wenn die Gruppe größer ist und es mehrere Leistungslevel im Teilnehmerfeld gibt, können Untergruppen gebildet werden, die ihr eigenes Tempo laufen. Laufen Gruppen im urbanen Raum, sollte darauf geachtet werden, nicht den ganzen Bürgersteig in Beschlag zu nehmen und auch die Autos, Motorräder und Fahrräder auf der Straße nicht zu behindern. In der Stadt sollte deshalb hintereinander gelaufen werden. Und auch im Wald sollte man dem Gegenverkehr Platz lassen.

Zu den sozialen Pflichten von Gruppenläufern gehört es zudem, rechtzeitig abzusagen, wenn man nicht zum Training erscheinen kann oder will. Kurz vorher ist nur dann akzeptabel, wenn es ein wirklich wichtiger Grund wie eine Krankheit ist. Vor allem je kleiner die Gruppe, desto wichtiger die Verlässlichkeit auf die anderen Mitglieder. Zudem muss sichergestellt werden, dass die Absage die anderen Mitglieder auch erreicht. Also nicht einfach fünf Minuten vorher eine SMS schreiben, sondern jemanden anrufen und persönlich mit ihm sprechen. Sonst wird wertvolle Trainingszeit womöglich zu unproduktiver Wartezeit.

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Spucken, Rotzen und dringende Bedürfnisse

So mancher Läufer sondert beim Laufen allerlei Körperflüssigkeiten ab und macht dabei komische Geräusche. Manches lässt sich scheinbar nicht vermeiden. Das Spucken ist jedenfalls in Sportlerkreisen weitgehend akzeptiert. Dennoch sollte man es nur tun, wenn unbedingt nötig. Vor allem im städtischen Bereich sollte überflüssiger Speichel lieber runtergeschluckt werden. Im Feld und im Wald kann man in den Grünstreifen spucken, sollte aber vorher sichergehen, dass keine Passanten direkt vor oder hinter einem sind.

Haben Läufer kein Taschentuch dabei, halten sie sich gern ein Nasenloch zu und rotzen in die Landschaft. Dieses Verhalten ist schon deutlich weniger akzeptiert und wird meist als eklig wahrgenommen. In der Stadt sollte darauf auch tunlichst verzichtet werden. In der Natur, wenn man alleine ist, kann man sich dem Nasenschleim auf diese Weise entledigen, wenn der Rotz nicht direkt auf dem Weg landet. Man will ja selbst auch nicht in Hundekot oder ähnliches treten. Auch Rülpsen und Furzen sollte man nur dann, wenn es niemand mitbekommt.

Wer unterwegs mal dringend muss und es nicht bis zur nächsten Toilette aushält, der sucht sich einen etwas abgelegener Bereich, wo niemand mitbekommt, wie man das dringende Bedürfnisse erledigt. Privatgrundstücke sind für alle hier geschilderten Ausscheidungen selbstverständlich tabu. Im Unterholz ist der Toilettengang erlaubt.

Verletzt sich ein Gruppenmitglied oder hat es mit dem Eifer übertrieben und kann deshalb nicht mehr weiterlaufen, begleitet ihn mindestens ein anderes Gruppenmitglied zurück zum Auto oder zur Ausgangsposition. Im Ernstfall leisten natürlich alle Erste Hilfe und verständigen den Rettungsdienst.


Verhalten bei Marathonläufen

Obwohl im Wettkampf jeder das beste Ergebnis erzielen will, ist das Befolgen einiger grundlegender Regeln hier umso wichtiger. Das beginnt schon damit, dass man sich als weniger trainierter Läufer nicht in die vorderen Startblöcke durchkämpft und den schnelleren Kollegen somit nach dem Startschuss im Weg steht. Wer weiß, dass er sowieso nicht unter drei Stunden bleibt, muss beim Marathon nicht als erster loslaufen.

Als Fauxpas gilt es auch, am Essens- oder Trinkenstand einfach stehen zu bleiben, nachdem man seine Banane oder den Trinkbecher ergattert hat. Hier knubbeln sich die Läufer und es fällt einer nach dem anderen ein. Beleibt jemand stehen, kommt es zu Stau oder "Auffahrunfällen". Wer partout nicht im Laufen trinken will, der nimmt seinen Becher mit und stellt sich dort am Rand hin, wo er niemanden anderen stört.

Nach dem Essen, Trinken oder Begrüßen der Familie am Wegesrand, läuft man nicht achtlos zurück ins Feld. Das ständige Queren der Route nervt andere Läufer und kann zu einer Gefahr werden. Wer rein- oder rausläuft, der macht wie auf der Autobahn auch den Schulterblick um sicher zu gehen, dabei niemanden zu behindern.

Überholt wird beim Laufen nur dann, wenn man auch wirklich schneller ist. Nichts ist peinlicher, also nach ein paar Metern wieder eingeholt zu werden, weil schon der Überholvorgang so anstrengend war. Beim Marathon wird auf der Zielgerade aus Respekt meist nicht unnötig überholt. Nur wer damit wirklich seine Zeit verbessern kann, darf das tun. Wer ständig im Windschatten gelaufen ist und sich dort quasi bis kurz vor der Ziellinie "ausgeruht" hat, macht sich mit einem finalen Überholmanöver keine Freunde.


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