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Laufratgeber | Teil I Die richtigen Laufschuhe

Laufratgeber | Teil I Die richtigen Laufschuhe

Laufen ist die vielleicht einfachste Sportart, die der Mensch betreiben kann. Denn mit unseren zwei langen Beinen sind wir einfach fürs Laufen geschaffen. Auch wenn wir das heute, wo wir häufig sogar fürs Brötchenholen beim Bäcker um die Ecke das Auto benutzen, scheinbar vergessen haben. Schon der tschechische Langstreckenläufer Emil Zátopek sagte: "Der Vogel fliegt, der Fisch schwimmt und der Mensch läuft." Laufen kann man quasi immer und überall, ohne Hilfe und ohne Hilfsmittel. Einen genaueren Blick auf die Laufschuhe zu werfen, lohnt sich trotzdem.


Denn schließlich sind es die Füße, die beim Laufen Schwerstarbeit verrichten müssen. Anders als beim Gehen, kommen Läufer beim Joggen mit dem Vielfachen des Körpergewichts aus. Ein guter Laufschuh sollte deshalb gewissen Dämpfungseigenschaften haben. Weniger, um den Fuß selbst, sondern vielmehr um die Gelenke zu schonen, die unter dem Aufprallschock besonders leiden. Je härter der Untergrund, desto wichtiger ist die Dämpfung des Schuhs. Also vor allem Läufer, die Asphalt und Beton bevorzugen, sollten sich über diesen Aspekt Gedanken machen. Besser als jede künstlich erzeugte Dämpfung ist natürlich ein wunderbar federnder Waldboden.


Es wird nicht mehr bis zum Maximum gedämpft

Doch die Dämpfung ist ein zweischneidiges Schwert. Früher wurden Laufschuhe so stark wie möglich gedämpft. Das führte zwangsläufig zu immer dickeren Sohlen, die gleichzeitig natürlich immer unflexibler wurden. Dabei weiß heute jeder, dass Barfußlaufen am gesündesten ist. Deshalb geht der Trend vermehrt zu dünnen Sohlen, die das Barfußlaufen am ehesten imitieren.

Sowohl zu wenig, als auch zu viel Dämpfung können zu körperlichen Beschwerden führen, die sich beispielsweise in Knieschmerzen äußern können. Das Problem dabei ist, dass diese Schmerzen erst mit Verzögerung auftreten. Zum Teil dauert es Monate, bis der Körper auf das falsche Schuhwerk reagiert. Eine zu starke Dämpfung kann sogar dazu führen, dass dem Fuß die gesamte Muskelarbeit abgenommen wird. Dabei verfügen wir bereits über ein körpereigenes Dämpfungssystem, das genauso wie die Muskeln trainiert werden sollte.


Auf Pronation und Sprengung achten

Wichtiger als die Dämpfung ist deshalb in den meisten Fällen, dass der Schuh die natürliche Abrollbewegung des Fußes unterstützt. Beim Aufkommen zeigt jeder Fuß ein anderes Verhalten. Häufig kommt es zu einer Einwärtsdrehung, die stärkere Seitenwände erfordert, damit das Verletzungsrisiko gemindert werden kann. Die Einwärtsdrehung der Gliedmaßen wird auch als Pronation bezeichnet. Schuhe, die darauf abgestimmt sind, heißen deshalb auch Pronationsschuhe.

Ein weiteres Phänomen bei Laufschuhen ist die Sprengung. Damit wird der Höheunterschied zwischen Zehenballen und Ferse bezeichnet. Zu flache Schuhe können eine Überbelastung oder Verletzung provozieren, weil die Füße aufgrund der heutigen Schuhe kaum noch daran gewöhnt sind. Auf der anderen Seite kann eine zu hohe Sprengung zu einer unnatürlichen Laufbewegung und damit zu Rückenschmerzen oder Ähnlichem führen. Im Zusammenhang mit "Natural Running" nehmen Hersteller von Sportschuhen wieder vermehrt Abstand von der Sprengung. Wer allerdings daran gewöhnt ist, sollte eine Umstellung sorgsam angehen.

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Laufschuhe sollten beim Fachhändler gekauft werden

Wie man sieht, ist der Laufschuh eine sehr individuelle Sache. Deshalb sollte man hier tatsächlich einen Fachhändler aufsuchen. Der hat nicht nur einen Überblick, über die verschiedenen Modelle auf dem Markt, sondern auch viel Erfahrung. Im Idealfall bietet der Händler eine umfangreiche Laufanalyse an. Sie zeigt genau, wie sich die Füße des Läufers beim Laufen verhalten. So kann gemeinsam mit dem Experten der perfekte Schuh ausgewählt werden. Eine solche Analyse ist aufwendig und deshalb nicht immer kostenlos. Aber die Füße werden dankbar sein!

Für die Stabilität des Fußes im Schuh sind vor allem die Beschaffenheit der Sohle und des Obermaterials verantwortlich. Je vertechnisierter ein Laufschuh ist, desto eher führt er zu Problemen. Grundsätzlich sollte jeder Läufer erst einmal von einem möglichst neutralen Schuh ausgehen und diesen dann bei Bedarf auf die eigenen Schwachstellen abstimmen. Das geht nur in Zusammenarbeit mit einem Arzt oder professionellen Händler.


Je häufiger man läuft, desto mehr Schuhe werden benötigt

Gute Laufschuhe müssen nicht besonders teuer sein. Ein hochwertiges Paar gibt es schon für ab 80 Euro. Der Preis relativiert sich zudem, weil qualitative Schuhe länger halten. Durchschnittlich müssen Joggingschuhe nach rund 1.200 Kilometern ausgetauscht werden, weil sie sich abgenutzt haben.

Wer öfter als ein bis zwei Mal pro Woche läuft, der sollte sich mindestens ein weiteres Paar Laufschuhe zulegen. Wer täglich läuft, sollte bis zu vier Paar besitzen. Die Schuhe sollten dann immer abwechselnd genutzt werden. Es dürfen durchaus unterschiedliche Paare sein. Die Abwechslung tut den Füßen gut und fördert das Training. Wer unterschiedliche Strecken läuft, kann zu darauf abgestimmten Laufschuhen greifen.


Fazit: Laufschuhe sind eine individuelle Angelegenheit

Abschließend lässt sich sagen, dass beim Thema Laufschuhe keine grundsätzliche Empfehlung möglich ist. Die Wahl des Schuhs ist abhängig vom

  • Läufertyp
  • Fußtyp
  • Laufstil
  • und von der bevorzugten Bodenbeschaffenheit.

Man sollte sich deshalb im Vorfeld ausführlich informieren und umfassend beraten lassen. Aber keine Sorge: Wer gerade erst mit dem Laufen anfängt, muss sich auch nicht verrückt machen. Um auszutesten, ob einem das Joggen überhaupt liegt, kann man ruhig erst einmal die vorhandenen Sportschuhe nutzen. Je intensiver das Training wird, desto wichtiger wird auch der Schuh.


 

Dieser Artikel ist Bestandteil des Laufratgebers von Kaizen Sports

In mehreren informativen Teilen erfahren Sie alles Wichtige und Wissenswerte rund ums Laufen. Lesen Sie jetzt weiter und werden Sie zum Laufprofi

Alle Teile im Überblick:

  1. Die richtigen Laufschuhe
  2. Die Socken machen den Unterschied
  3. Laufkleidung für jedes Wetter
  4. Aufwärmen – oder doch nicht?
  5. Lauftechnik und Körperhaltung
  6. Motivation statt Schweinehund
  7. Langes Laufen leicht gemacht
  8. Ernährungstipps für Läufer
  9. Laufen als Abnehmstrategie
  10. Tracker, Apps und Co. - Digitale Unterstützung

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