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Wanderratgeber | Teil VII Gute Wanderkleidung erhöhte den Komfort

Wanderratgeber | Teil VII Gute Wanderkleidung erhöhte den Komfort

Wer regelmäßig wandert, der weiß, wie wichtig die richtige Kleidung für eine Tour ist, die wirklich Spaß macht. Denn nichts ist schlimmer, als nach einer Stunde nassgeschwitzt zu sein oder auf dem Berg zu frieren. Das kann einem wirklich die Stimmung verderben und letztlich natürlich auch die Motivation rauben. Dank moderner Funktionskleidung sind Wanderer für alle Fälle gerüstet. Es bedarf allerdings einer ausgeklügelten Systematik, die bereits bei der Unterwäsche beginnt.


Schon die Unterhose entscheidet über Atmungsaktivität

Tatsächlich beginnt das richtige Anziehen für die Wandertour schon bei der Unterhose. Denn was selbst viele erfahrende Langstreckenwanderer nicht wissen: Herkömmliche Unterwäsche aus Baumwolle führt dazu, dass die gesamte Kette der Atmungsaktivität schon von Anfang an unterbrochen ist. Atmungsaktivität ist jedoch der wichtigste Faktor von Wanderbekleidung. Schließlich beginnt jeder früher oder später zu schwitzen. Entweder weil die Sonne erbarmungslos einheizt oder die Strecke eine Herausforderung ist.

Die Aufgabe durchdachter Funktionskleidung ist es, diesen Schweiß zuverlässig von der Haut, durch die Kleidung, nach außen zu transportieren. Tut die Kleidung das nicht, schwitzen wir immer stärker und die Klamotten saugen sich mit dem Schweiß voll. Vor allem Baumwolle neigt dazu, schnell und viel Feuchtigkeit aufzunehmen. Gleichzeitig trocknet das Naturmaterial aber sehr langsam. Feuchte Baumwollkleidung ist schwer und unangenehm. Sie kratzt und scheuert.


Synthetik und Merinowolle haben viele Vorteile

Funktionsunterwäsche besteht genauso wie Funktionsshirts und Funktionshosen entweder aus einem Synthetikmaterial wie Polyester, oder aber aus Merinowolle. Diese Wolle ist genauso wie die Baumwolle ein Naturprodukt und stammt vom Schaf, genauer gesagt vom Merino-Schaf. Anders als Baumwolle leitet Merinowolle die Feuchtigkeit aber wunderbar nach außen und trocknet sehr schnell. Zudem bietet sie einen hohen Tragekomfort. Als das prädestiniert das Material nicht nur für Unterhosen und Unterhemden, sondern natürlich auch für Wandersocken.

Der Fachhandel hält Funktionsunterwäsche in allen Modellen bereit. Es gibt sie mit langem und kurzem Bein bzw. Arm, als Boxerhorts oder Slip und natürlich ärmellose Unterhemden. Wer wozu greift, hängt von der Jahreszeit und von den persönlichen Vorlieben ab. Wichtig ist grundsätzlich ein elastisches Material, das sich dem Körper optimal anpasst und nicht scheuert. Flache Nähte sind nicht nur bequemer, sondern reduzieren auch die Reibung, die oft zwischen den Oberschenkeln zum Problem wird.

Als Oberteil kann man entweder zu einem lässige T-Shirt aus synthetischen Materialen oder wieder aus Merinowolle greifen. Sehr beliebt sind allerdings auch die meist karierten Hemden aus Funktionsmaterial, die noch ein wenig luftiger sind und schnell trocknen.

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Soft- und Hardshelljacken für alle Wetterverhältnisse

Wenn nicht gerade sommerliche Temperaturen herrschen, dann sollte unbedingt auch eine Jacke oder zumindest eine Weste mitgenommen werden. Aber auch im Sommer kann es kalt und ungemütlich werden, beispielsweise wenn einen ein heftiges Gewitter mit Starkregen überrascht. Je mehr Höhenmeter absolviert werden, desto kälter wird es. Bei Bergtouren ist deshalb auch im Sommer eine Jacke Pflicht. Man weiß schließlich nie sicher, wann man wieder Zuhause oder im Hotel ist.

Beliebt und weit verbreitet sind sogenannte Softshelljacken oder Softshellwesten. Dabei handelt es sich um ein atmungsaktives und zugleich wasserabweisendes Gewebe, das beispielsweise auch für Schuhe verwendet wird. Shoftshelljacken sind relativ dünn und leicht, bieten aber trotzdem einen guten Schutz vor Wind und Wetter. Dank ihres geringen Packmaßes lassen sie sich gut im Rucksack verstauen oder auch mal um die Hüfte gebunden tragen. Die Ärmel verfügen oft über Zugbänder. Gibt es keine äußeren Witterungseinflüsse, bleiben sie weit geöffnet und die Luft kann zirkulieren. Bei kräftigem Wind oder bei Regen werden sie zugezogen. Unter der Jacke bildet die Luft ein Wärmepolster und es kann keine Feuchtigkeit eindringen.


Membran für optimalen Regenschutz

Neben Softshell gibt es auch noch Hardshell, das vor allem für seinen Regenschutz geschätzt wird. In Hardshelljacken ist eine Membran eingearbeitet, die keine Feuchtigkeit hineinlässt, aber weiterhin atmungsaktiv bleibt, also Feuchtigkeit nach Außen transportiert. Mehrlagige Hardshelljacken schützen nicht nur vor Regen, sondern auch zuverlässig vor Schnee und Eis. Sie sind sehr robust, aber dafür auch schwerer und weniger elastisch als Softshelljacken.

Sie werden deshalb vor allem im Winter genutzt, wenn eine Jacke unumgänglich ist. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Hardshelljacken ab einer Temperatur von ca. 18 Grad ihre Atmungsaktivität verlieren. Das hängt mit dem Temperatur- bzw. Druckunterschied zwischen Innen- und Außenseite zusammen. Es gibt Jacken mit und ohne Kapuze.

Softshelljacken hingegen bieten mehr Bewegungsfreiheit, bieten dafür aber einen schlechteren Regenschutz als Hardshelljacken. Ein kleiner Schauer ist kein Problem, anhaltender Regen mitunter schon. Wie die Hardshelljacken gibt es auch Softshellmodelle mit und ohne Membran. Jacken mit Membran bieten einen deutlich besseren Regenschutz, gleichzeitig sind sie weniger atmungsaktiv. Man muss sich hier als Wanderer also entscheiden oder gleich zwei Jacken zulegen. Als Faustformel gilt: Je extremer die Bedingungen, desto eher sollte man zur Hardshelljacke greifen.


Weste bietet mehr Bewegungsfreiheit

Eine gute Alternative, insbesondere in den Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst, sind funktionale Wanderwesten. Sie bieten am Hals und am Oberkörper einen soliden Windschutz, gleichzeitig hat man aufgrund der fehlenden Arme ein Maximum an Bewegungsfreiheit und eine ordentliche Durchlüftung. Dadurch das die Arme wie die Füße beim Wandern ständig in Bewegung sind, friert man an ihnen ohnehin selten. Hat die Weste eine wasserabweisende Beschichtung, schützt sie ihren Träger auch vor kleineren Schauern.

Fleece, das aufgrund der Hautfreundlichkeit gern genommen wird, ist nur im Winter ein geeignetes Material. Es hält sehr gut warm, obwohl es relativ dünn und leicht ist. Aber leider schwitzt man unter Fleece auch stark und das Material saugt sich schnell mit Feuchtigkeit voll. Zudem kann es durch Reibung zu unschöner Fusselbildung kommen, die bei Synthetik ausgeschlossen ist.

Bewegungsfreiheit ist auch beim Beinkleid das oberste Ziel. Eine Hose muss gut sitzen und vor allem bequem sein – sowohl im Gehen, Stehen als auch im Sitzen. Ein elastischer Bund sorgt dafür, dass sie nicht von den Hüften rutscht aber auch nicht einschneidet wie ein zu eng gezogener Gürtel. Bei Funktionshosen kommt oft ein Materialmix zum Einsatz. Zu den bereits genannten Materialen können sich dann beispielsweise Tencel, Hanf oder Elasthan gesellen. Die Kombination sorgt für Maximale Elastizität und hohe Robustheit. Immerhin bleibt man beim Wandern schnell mal irgendwo hängen oder watet auch mal durch einen flachen Bachlauf.


Zipp-Off-Hosen für maximale Felxibilität

Auch bei Wanderhosen versuchen die Hersteller eine höchstmögliche Atmungsaktivität zu erreichen. Manche Modelle sind zudem dort verstärkt, wo sie besonders beansprucht werden. Das sind beim Laufen natürlich die Knie, an denen das Material ständig am Körper reibt. In den Pausen setzt man sich mal auf einen Baumstamm, mal auch einen Stein. Beides kann nicht nur uneben und rau, sondern auch kalt und feucht sein. Deshalb ist die Gesäßpartie bei hochwertigen Wanderhosen verstärkt.

Eine kluge Anschaffung für regelmäßige Wanderer sind Zipp-Off-Hosen. Sie verschaffen ihrem Träger eine hohe Flexibilität, weil die Beine mittels Reisverschluss abgenommen werden können. Das lästige Grübeln, ob man nun eine kurze oder eine lange Hose anziehen soll, gehört damit endgültig der Vergangenheit an. Wenn man früh morgens losgeht ist es schließlich häufig noch recht frisch, spätestens um die Mittagszeit aber sehnt man sich nach Luft an den Waden. Mit der Zipp-Off-Hose ist das kein Problem. Je nach Modell sind sie nicht nur in zwei, sondern sogar in drei Abschnitte unterteilt. Das kann zum Beispiel beim Sightseeing nützlich sein. Betrifft man eine Kirche, sollten die Knie bedeckt sein.


Sonnenbrille, Mütze und Co.

Zu diesen Basics kommen je nach Wetterbedingungen und persönlichem Anspruch ein paar Accessoires, die nicht unterschätzt werden sollten. Eine Sonnenbrille sorgt nicht nur für klare Sicht, auch bei Gegenlicht, sondern schützt das Auge vor UV-Strahlung. Sie ist nicht nur ein Muss im Sommer, sondern auch bei Schneetouren im Winter. Schneeweißer Schnee strahlt durch die Reflektion der Sonnenstrahlen unglaublich hell.

Zum Sonnenschutz ist auch eine Kopfbedeckung sinnvoll – nicht nur für Glatzköpfe. Auch wer nicht so gern mit Mütze auf dem Kopf durch die Gegend rennt, wird sein Modell finden. Von der Basecap über die Schirmmütze bis hin zum Schlapphut sind der modischen Vielfalt ja kaum Grenzen gesetzt. Wichtig ist lediglich, dass es ein Schild oder eine Krempe gibt, die möglichst viel des Gesichts von der hochstehenden Sonne abschirmt. Optimal ist zudem ein Nackenschutz. Der Nacken wird leider oft vernachlässigt und ist deshalb der erste, der einen Sonnenbrand bekommt.

Im Winter hingegen erfüllt die Mütze meist einen anderen Zweck und soll den Kopf wärmen. Wer durch die Kopfbedeckung jedoch häufig unter Hitzestau leidet, der sollte alternativ mal ein Stirnband ausprobieren. Es schützt die Ohren vor eisigem Wind und wärmt die Stirn. Während ein Schal von Wanderern meist verschmäht wird, weil man schon nach dem ersten Kilometer in der Halsregion schwitzt, sind Handschuhe wichtig, damit die Finger nicht erfrieren. Hier gibt es dickere und dünnere Modelle. Die dünneren bieten mehr Fingerfertigkeit und müssen nicht für jede Kleinigkeit ausgezogen werden. Eine Alternative zum Schal kann übrigens ein dünnes und leichtes Halstuch sein.


 

Dieser Artikel ist Bestandteil des Wanderratgebers von Kaizen Sports.

In mehreren informativen Teilen erfahren Sie alles Wichtige und Wissenswerte rund ums Wandern. Lesen Sie jetzt weiter und werden Sie zum Wanderprofi!

Alle Teile im Überblick:

  1. Die richtigen Wanderschuhe
  2. Wanderschuhe schnüren, einlaufen und pflegen
  3. Warum Wandersocken den Unterschied machen
  4. Blasen beim Wandern vermeiden
  5. Wanderrucksack auswählen, packen und einstellen
  6. Wanderstöcke – nutzlos oder sinnvoll?
  7. Gute Wanderkleidung erhöhte den Komfort
  8. Wanderproviant – genussvolle Stärkung
  9. Gesund wandern
  10. Die besten Wander-Apps
  11. Wandertipps für Pilger
  12. Wandern im Winter und im Schnee

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