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Wanderratgeber | Teil V Wanderrucksack auswählen, packen und einstellen

Wanderratgeber | Teil V Wanderrucksack auswählen, packen und einstellen

Wer auf Wanderschaft geht, der will auch etwas mitnehmen. Für die einen reicht ein bisschen Proviant, andere sind mehrere Tage unterwegs und müssen entsprechend mehr einpacken. Wanderrucksäcke gibt es folglich in den verschiedensten Ausführungen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten, wie der Rucksack rückenschonend gepackt wird und was bei seiner Einstellung auf den Körper zu beachten ist.


Es gibt unzählig viele Varianten von Wanderrucksäcken, die sich alle in drei relevante Produktkategorien einordnen lassen:

  1. Tagesrucksäcke: zwischen 25 und 35 Liter Volumen, für bis zu 8 kg Inhalt
  2. Tourenrucksäcke: zwischen 40 und 50 Liter Volume, für bis zu 12 kg Inhalt
  3. Trekkingrucksäcke: zwischen 50 und 80 Liter Volumen, für bis zu 20 kg Inhalt

All diese Wanderrucksäcke gibt es wahlweise für Damen oder für Herren. Sie sind jeweils der natürlichen Anatomie des Geschlechts angepasst. So verfügen Damenrucksäcke über eine kürzere Rückenlänge, damit auch Frauen ihren Rucksack bequem tragen können. Außerdem sind die Schulterriemen etwas schmaler geschnitten, gleiches gilt für die ggf. vorhandenen Hüftflossen.


Kaufkriterien für einen Wanderrucksack

Egal ob für Damen oder Herren – es gibt ein paar Grundlegende Kriterien, auf die Sie beim Kauf eines Wanderrucksacks achten sollten:

  • Rückenlänge: Das entscheidende beim Rucksack ist die Rückenlänge. Sie muss zum Träger passe und deshalb ausprobiert werden. Es gibt auch Rucksäcke mit verstellbarer Rückenlänge.
  • Rückenbelüftung: Es ist unvermeidlich, dass Sie beim Wandern mit Rucksack irgendwann am Rücken schwitzen. Mit einem Netzrücken kann die Schweißbildung dank raffinierter Durchlüftung immerhin minimiert werden. Der Rucksack liegt dabei nicht direkt am Rücken auf, sondern nur das gelöcherte Netz. Zwischen Rucksack und Rücken befindet sich ein Freiraum, durch den die Luft zirkulieren kann.
  • Schulterriemen: Die Schulterriemen sollten stets gepolstert sein. Praktisch sind Haken und Ösen, zum Beispiel für die Trinkflasche.
  • Beckengurt: Je schwerer der Rucksack samt Inhalt, desto wichtiger ist ein Beckengurt, der die Schultern entlastet, indem er einen Teil des Gewichts auf das Becken überträgt. Die Hüftflossen des Beckengurtes sollten ebenfalls gepolstert und in der Größe verstellbar sein.
  • Brustgurt: Ein Brustgurt hilft dabei, dass die Schultergurte nicht ständig nach unten rutschen.
  • Fächer: Wie viele Fächer Sie wo am Rucksack brauchen, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Praktisch sind Außenfächer, auf die man schnellen Zugriff hat. Denn im großen Fach des Rucksacks herrscht oft Unordnung. Spezielle Wanderrucksäcke für Fotografen haben gepolsterte Fächer für die Kameraausrüstung und eine außen angebrachte Stativhalterung.
  • Trinksystem: Praktisch sind Wanderrucksäcke mit integriertem Trinksystem. Sie brauchen keine Flasche mehr, sondern füllt einen geräumigen Wasserbeutel. Getrunken wird durch einen Schlauch, der aus dem Rucksack rausführt und am Schultergurt in Griffweite befestigt werden kann. Damit entfällt das ständige Absetzen des Rucksacks und Suchen der Trinkflasche. Normale Rucksäcke können mit einem Trinksystem einfach und günstig nachgerüstet werden.
  • Regenschutz: Gute Rucksäcke sind wasserabweisend, aber kaum einer ist wasserdicht. Deshalb benötigen Sie einen aufziehbaren Regenschutz, wenn der Regen einfach nicht nachlassen will.

Um den richtigen Rucksack für Ihren Körper und Ihre Zwecke zu finden, lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten. Dort können Sie die verschiedenen Modelle auch probetragen. Ihren Favoriten sollten Sie mindestens 30 Minuten mit einer Belastung von fünf Kilogramm tragen, bevor sie ihn kaufen.

Wandern Rucksack Wald Abenteuer

Rucksack rückenschonend packen

Beim Packen des Rucksacks gilt es darauf zu achten, dass das Gewicht korrekt verteilt ist, damit es dem Rücken nicht schadet und damit Bewegungsfreiheit sowie Trittsicherheit nicht eingeschränkt werden. Schwere Sachen gehören deshalb nach unten auf den Rucksackboden und entlang des Rückens. Sie werden körpernah getragen. Je weiter weg vom Körper, desto leichter sollten die Dinge werden. Der Inhalt muss so gesichert sein, dass er bergauf und bergab nicht verrutscht und den Rucksackträger nicht ins Straucheln bringt.


Wanderrucksack vor dem Start richtig einstellen

Den gepackten Rucksack kann man nicht einfach schultern und losmarschieren. Die zahlreichen Gurte und Riemen haben alle einen Zweck und müssen nach dem Aufsetzen angezogen bzw. platziert werden. Der Rucksack sollte am besten in acht Schritten eingestellt werden:

    1. Alle Riemen lockern
    2. Rucksack aufsetzen
    3. Schultergurte anziehen
    4. Höhe der Schultergurte verstellen
    5. Beckengurt umschnallen und festziehen
    6. Lageverstellriemen anziehen
    7. Lageverstellriemen anziehen
    8. Tragegestänge anpassen

Wenn Sie Ihren Rucksack vor den ersten Schritten gewissenhaft an Ihren Körper anpassen, dann vermeiden Sie einen verspannten Nacken und schmerzende Schultern. Vor allem aber die Langzeitschäden, die durch eine falsche Tragweise entstehen können. Außerdem wird auf diese Weise der Tragekomfort extrem gesteigert.


 

Dieser Artikel ist Bestandteil des Wanderratgebers von Kaizen Sports.

In mehreren informativen Teilen erfahren Sie alles Wichtige und Wissenswerte rund ums Wandern. Lesen Sie jetzt weiter und werden Sie zum Wanderprofi!

Alle Teile im Überblick:

  1. Die richtigen Wanderschuhe
  2. Wanderschuhe schnüren, einlaufen und pflegen
  3. Warum Wandersocken den Unterschied machen
  4. Blasen beim Wandern vermeiden
  5. Wanderrucksack auswählen, packen und einstellen
  6. Wanderstöcke – nutzlos oder sinnvoll?
  7. Gute Wanderkleidung erhöhte den Komfort
  8. Wanderproviant – genussvolle Stärkung
  9. Gesund wandern
  10. Die besten Wander-Apps
  11. Wandertipps für Pilger
  12. Wandern im Winter und im Schnee

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