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Wanderratgeber | Teil VI Wanderstöcke – nutzlos oder sinnvoll?

Wanderratgeber | Teil VI Wanderstöcke – nutzlos oder sinnvoll?

Lange galt der Wanderstock als ein Relikt aus vergangener Zeit, das höchstens noch ein paar Senioren nutzen. Dabei hat er durchaus praktischen Nutzen für Wanderer und kann sogar vor schweren Unfällen schützen. In den letzten Jahren wurde der Wanderstock optimiert und wird von immer mehr Trekkingfreunden geschätzt. Wir erklären Ihnen, wofür er gut ist und worauf Sie bei seinem Kauf achten sollten.

Wanderstöcke helfen dabei die Bodenhaftung zu verbessern und das Gleichgewicht zu halten. Sie entlasten die Bein- und Kniemuskulatur, den Schulterbereich und unsere Gelenke. Kritiker jedoch bemängeln, dass sie bei exzessiver Nutzung dazu beitragen, dass unsere koordinativen Fähigkeiten verkümmern. Während Wanderstöcke im Gelände den aufrechten Gang unterstützen und uns helfen die Balance zu halten, können sie im leichten Gelände sogar zur Gefahr werden.


Wanderstöcke bestehen aus Aluminium oder Carbon

Wanderstöcke sind mittlerweile echte Hightech-Produkte, die es in verschiedensten Ausführungen gibt. Beim Material sind Aluminium und Carbon die Spitzenreiter. Aluminium ist extrem stabil und bricht selbst bei Höchstbelastungen nicht. Dafür ist das Metall etwas schwerer, aber auch günstiger. Carbon hingegen ist teurer in der Anschaffung, aber ein echtes Leichtgewicht. Beide Stöcke bringen nur wenige hundert Gramm auf die Waage. Es dauert zwar, bis das Material bricht, wird es aber extrem belastet, kann das durchaus passieren.

Die meisten Wanderstöcke lassen sich heute ausziehen (Teleskopstöcke). Das sorgt zwar für zusätzliche Schwachstellen, der praktische Nutzen jedoch überwiegt. Meist bestehen die Stöcke aus drei bis vier Segmenten. So lassen sie sich bequem transportieren, zum Teil sogar im Wanderrucksack. Es gibt drei verschiedene Systeme:

  1. Drehsystem: Benötigt wenig Platz und ist einfach in der Handhabung.
  2. Klemmsystem: Die Rohre mit unterschiedlichem Durchmesser werden über Schnappverschlüsse auf die gewünschte Länge gebracht. Das ist auch mit Handschuhen problemlos möglich.
  3. Ziehsystem: Die einzelnen Segmente lassen sich auseinanderziehen und bleiben durch ein elastisches Gummiband verbunden. Nun kann man sie sehr kompakt zusammenlegen.

Handgriff mit Polsterung und Schlaufe

Der Handgriff sollte gepolstert sein und nicht nur aus reinem Kunststoff bestehen. Hiervon rutscht man mit schwitzigen Händen leicht ab. Am besten sind Griffe aus Kork, einem Naturmaterial, oder aus Schaumstoff. Die Handschlaufe dient nicht nur dazu, dass der Stock nicht versehentlich hinfallen kann, sondern entlastet auch die Handmuskulatur, die den Griff nicht so stark umklammern muss. Achten Sie auf eine in der Länge anpassbare Handschlaufe und auf eine gute Polsterung der Innenseite. Die Griffe des Wanderstocks sollten sich auch oben gut anpacken lassen können, damit Sie sich beim Abstieg darauf aufstützen können.

Wander Wanderstöcke Fun Natur

Auf die Länge kommt's an

Grundsätzlich gilt, dass die Wanderstöcke in der Ebene so lang sein müssen, dass die die Stöcke haltenden Arme jeweils einen 90-Grad-Winkel aufweisen. Im Aufstieg kann diese Länge gehalten werden. Beim Abstieg sollten die Wanderstöcke um fünf bis zehn Zentimeter verlängert werden. Für kurze Abstiege sind Wanderstöcke mit einem verlängerten Griff praktisch. Sie müssen nicht ständig verstellt werden.

Von Bedeutung ist auch die Spitze des Wanderstocks. Meist lassen sich die Elemente austauschen. Für weichen Untergrund sind harte Stahlspitzen von Vorteil, die mehr Stabilität geben. Für längere Asphaltwege gibt es Gummipuffer. Teller verhindert das Einsingen des Stocks, entweder in den weichen Boden oder zwischen Steine. Für den Schnee gibt es breitere Schneeteller.


Wanderstöcke schützen vor Unfällen

Für kurze Wanderungen vor der Haustür müssen Sie nicht unbedingt Wanderstöcke besitzen, sie können sogar schädlich sein. Je unwegsamer ein Gelände aber ist, desto wichtiger sind sie. Immerhin lassen sich mit guten Wanderstöcken folgenschwere Unfälle durch Umknicken und Wegrutschen verhindern. Bei der Auswahl sollten Sie auf die Handhabung, die Größe, das Gewicht, die Verarbeitungsqualität und natürlich auch auf den Preis achten. Nutzen Sie Wanderstöcke immer paarweise und nie allein, da es sonst zu Haltungsschäden kommen kann.


 

Dieser Artikel ist Bestandteil des Wanderratgebers von Kaizen Sports.

In mehreren informativen Teilen erfahren Sie alles Wichtige und Wissenswerte rund ums Wandern. Lesen Sie jetzt weiter und werden Sie zum Wanderprofi!

Alle Teile im Überblick:

  1. Die richtigen Wanderschuhe
  2. Wanderschuhe schnüren, einlaufen und pflegen
  3. Warum Wandersocken den Unterschied machen
  4. Blasen beim Wandern vermeiden
  5. Wanderrucksack auswählen, packen und einstellen
  6. Wanderstöcke – nutzlos oder sinnvoll?
  7. Gute Wanderkleidung erhöhte den Komfort
  8. Wanderproviant – genussvolle Stärkung
  9. Gesund wandern
  10. Die besten Wander-Apps
  11. Wandertipps für Pilger
  12. Wandern im Winter und im Schnee

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