×

Kostenloser Versand innerhalb in Europas

Melde Dich für unseren Newsletter an und erhalte einen 20% Rabatt-Code

Wanderratgeber | Teil VIII Wanderproviant – genussvolle Stärkung

Wanderratgeber | Teil VIII Wanderproviant – genussvolle Stärkung

Wandern macht nicht nur unglaublich viel Spaß, es kann auch ziemlich anstrengend sein. Wer über einen längeren Zeitraum körperlich aktiv ist, dem beschleicht früher oder später das Hungergefühl. Und weil man schließlich sportlich unterwegs ist, sollte man den kleinen Hunger auf kluge Art und Weise stillen. Deshalb geben wir Ihnen folgend einige Tipps für den optimalen Wanderproviant, ohne dass der Genuss dabei auf der Strecke bleibt.


Je länger die Wanderung, desto wichtiger der Proviant

Wie wichtig die Ernährung für die Wanderung ist, hängt vor allem von der Länge des geplanten Trips ab. Wer sich zwischendurch in der Umgebung für zwei bis drei Stunden im Wald vergnügen will, der braucht sich sicherlich keine allzu großen Gedanken machen. Ein Müsliriegel, ein bisschen Obst und Studentenfutter reichen aus. Im Zweifel kann auf kleinen Touren natürlich auch ganz auf Essen verzichtet werden, beispielsweise wenn man keine Lust hat einen Rucksack mitzuschleppen.

Trinken jedoch ist auch bei Kurzwanderungen wichtig. Zumindest eine kleine Wasserflasche sollte also mit dabei sein, schließlich weiß man ja auch nie, ob man nicht doch noch ein paar Kilometer dranhängt oder sich vielleicht sogar verläuft. Die genaue Flüssigkeitsmenge ist nicht nur von der Länge der Wanderstrecke abhängig, sondern auch von der Wetterlage. Je sonniger und wärmer das Wetter, desto mehr schwitzen wir, was zusätzlichen Flüssigkeitsverlust und natürlich auch Durst bedeutet. Getrunken werden sollten übrigens immer mal wieder und nicht erst, wenn das Durstgefühl einsetzt.


Pro Stunde einen Liter Flüssigkeit

Als Faustformel gilt, dass pro Stunde Wanderung ein halber Liter Flüssigkeit eingeplant werden sollte. Bei einer Tageswanderung kann da also schon so einiges zusammenkommen. Ist man beispielsweise acht Stunden unterwegs, macht das mindestens vier Liter. Die nimmt man natürlich nur selten von Anfang an mit. Unterwegs sollte es deshalb Möglichkeiten geben, die Wasserflasche beispielsweise an einem Brunnen oder einem sauberen Bach auffüllen zu können. Natürlich kann man Getränke an einem Kiosk oder in einer Gaststätte auch nachkaufen. Das ist aber sicher nicht auf allen, vor allem nicht auf den schönsten Wanderstrecken möglich.

Wer nicht dauernd nur Wasser trinken will, der kann auch zu verdünnten Fruchtsäften greifen, die zwar allein durch den Fruchtzucker mehr Kalorien haben, aber auch kaliumreich sind. Sehr gut geeignet sind auch ungesüßte Früchtetees. Abgekühlter schwarzer Tee mit frisch gepresstem Zitronensaft ergibt einen gerade im Sommer sehr erfrischenden Eistee. Damit dieser auch kalt bleibt, empfiehlt sich eine Trinkflasche aus Aluminium. Manche Hersteller liefern einen Neoprenüberzug mit, mit dem der Tee im Winter wiederrum warm bleibt.


Kontinuierliche Energiezufuhr durch gute Kohlehydrate

Zurück zum Essen. Wer längere Zeit wandert, benötigt Nahrungsmittel, die schnelle Energie liefern, damit der Körper nicht abbaut oder schnell wieder zu Kräften kommt. Hier bieten sich Nudeln, Reis und Haferflocken an. In Form eines frischen Nudelsalats sind diese kohlenhydratreichen Nahrungsmittel sogar mitnehmbar. Klassisch ist aber natürlich die Pausenstulle. Hier empfiehlt sich Vollkorn- statt Weißbrot, das beispielsweise mit Frischkäse bestrichen wird. Der bringt die notwendigen Proteine mit. Frische Kräuter auf dem Frischkäse sind zwar auch gesund, tuen aber vor allem dem Geschmack gut.

Wandern ist nicht gleich Wandern. Der eine geht es ganz gemütlich an, der anderen schreitet fast schon im Laufschritt voran. Je sportlicher man unterwegs ist, desto wichtiger ist die kontinuierliche Energiezufuhr. Die Banane ist dafür aufgrund ihrer Energiedichte zwar wunderbar geeignet, liebt den Rucksack aber nicht sonderlich. Je nach Reife bekommt sie sehr schnell Druckstellen und wird matschig, was nicht nur zu einer Sauerei führt, sondern auch geschmacklich nicht wirklich förderlich ist. Müsli- und Powerriegel sind für unterwegs deutlich besser geeignet. Sie komprimieren viel Energie auf kleinem Raum. Achten Sie jedoch darauf, dass sie nicht voller Zucker stecken.

Wandern Reisen Essen Freunde

Viel Obst, wenig Alkohol

Grundsätzlich ist Obst aber natürlich immer eine gute Idee. Äpfel beispielsweise füllen nicht nur den Magen, sondern können auch den Durst stillen. Wer abnehmen möchte, nimmt dadurch wenige Kalorien zu sich und hat einen guten Trainingseffekt. Natürlich darf es beim Wandern auch mal zünftiger zugehen. Zu einer Brotzeit können auch ein paar Würstchen gehören und auch den Gipfelschnaps darf man sich durchaus mal gönnen.

Grundsätzlich sollte mit Alkohol aber natürlich achtsam umgegangen werden. Ein Bier bei der Einkehr ist durchaus erlaubt, noch besser ist aber ein alkoholfreies Weizen. Das wirkt isotonisch, hat weniger Kalorien und nicht die Nachteile des Alkohols.

Wer optimal vorbereitet in den Wandertag starten will, der beginnt bereits am Vortag mit einer auf die Aktivität zugeschnittenen Ernährung. Am Abend zuvor sollte nicht mehr schwer gegessen werden. Pastagerichte mit reichlich Kohlehydrate oder Geflügel mit Reis und Gemüse sind ideale Mahlzeiten. Das Frühstück vor der Wanderung sollte keinesfalls ausgelassen werden, sondern ist eine unverzichtbare Basis. Ein Müsli mit Haferflocken und Früchten ist vorbildlich, auch Vollkornbrot und Vollkornbrötchen sind ein guter Einstieg. Nicht nur weil sie lange satt halten, sondern auch weil sie voller Ballaststoffe stecken.


Auf die Nährstoffe achten

Neben Energie müssen nämlich auch Nährstoffe zugeführt werden. An warmen Tagen, wenn wir viel schwitzen, schwitzen wir auch viele Mineralien aus. Es ist deshalb besser Mineralwasser als Leitungswasser zu trinken. Wer unter Magnesiummangel leidet oder zu Krämpfen neigt, kann vorbeugend eine Magnesiumtablette einnehmen. Als Brausetablette im Mineralwasser aufgelöst, lässt sich Magnesium auch gut mitnehmen.

Egal für was Sie sich letztlich als Wanderproviant entscheiden – tuen Sie der Umwelt einen Gefallen und achten Sie auf möglichst wenig Verpackungsmüll. Am besten verpackt man Butterbrote, Obst, Gemüse und andere kleine Leckereien in gut verschließbare Kunststoff- oder Blechdosen. Wenn Müll entsteht – was sich leider fast nie gänzlich vermeiden lässt – dann nimmt man den natürlich wieder mit und lässt ihn nicht im Wald liegen.


 

Dieser Artikel ist Bestandteil des Wanderratgebers von Kaizen Sports.

In mehreren informativen Teilen erfahren Sie alles Wichtige und Wissenswerte rund ums Wandern. Lesen Sie jetzt weiter und werden Sie zum Wanderprofi!

Alle Teile im Überblick:

  1. Die richtigen Wanderschuhe
  2. Wanderschuhe schnüren, einlaufen und pflegen
  3. Warum Wandersocken den Unterschied machen
  4. Blasen beim Wandern vermeiden
  5. Wanderrucksack auswählen, packen und einstellen
  6. Wanderstöcke – nutzlos oder sinnvoll?
  7. Gute Wanderkleidung erhöhte den Komfort
  8. Wanderproviant – genussvolle Stärkung
  9. Gesund wandern
  10. Die besten Wander-Apps
  11. Wandertipps für Pilger
  12. Wandern im Winter und im Schnee

    Verpassen Sie nicht das nächste Artikel, indem Sie unseren Newsletter abonnieren. Siehe weiter unten!